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03.08.2017

Land fördert Vermarktung von regionalen Produkten

Die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln aus Brandenburg ist seit Jahren höher als das Angebot. Ein Problem ist, dass viele heimische Betriebe, die regional beziehungsweise direkt verarbeiten, eher klein oder mittelständisch strukturiert sind – und da ist Kapital, gerade wenn man sich neu am Markt platzieren will, knapp. Um mehr regional erzeugte, aber vor allem regional verarbeitete Produkte in den Verkauf zu bringen, hat das Brandenburger Landwirtschaftsministerium eine Richtlinie zur Förderung von Investitionen aufgelegt.

Anträge stellen können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit weniger als 50 Beschäftigten und deren Jahresumsatz oder Jahresbilanz 10 Millionen Euro nicht überschreitet.

Für Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Rahmen von Kooperationen und operationellen Gruppen ist eine Förderung bis zum 31. Dezember 2018 möglich.

Was wird gefördert?

Förderfähig sind Investitionen für den Neu- und Ausbau von Kapazitäten zur Erfassung, Lagerung, Kühlung, Sortierung, marktgerechter Aufbereitung, Verpackung, Etikettierung, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, einschließlich der technischen Einrichtungen sowie die innerbetriebliche Rationalisierung durch Umbau und/oder Modernisierung von technischen Einrichtungen.

Für die Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen sind bei Erzeugerzusammenschlüssen bis zu 35 Prozent der Investitionen förderfähig. Bei Kleinst- und Kleinbetrieben sowie mittleren Unternehmen sind bis zu 30 Prozent förderfähig, bei Unternehmen im Rahmen von Kooperationen bis zu 35 Prozent der Investitionssumme. Investitionen im Rahmen von operationellen Gruppen sind bis zu 50 Prozent förderfähig.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL)