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14.07.2017

Mehr als 120 Teilnehmer beim Tag der Ernährungswirtschaft

Erstmalig hat die Ernährungswirtschaft Brandenburg die Initiative ergriffen, in der Bundeshauptstadt Berlin mit einem zentralen Auftritt ihre Leistungsstärke zu präsentieren. In unmittelbarer Nähe von Bundestag und Bundesregierung stellte das Cluster Ernährungswirtschaft im Rahmen der Dialogtage mit einer Konferenz und einer Ausstellung vor dem Berliner Hauptbahnhof die Bedeutung der Wirtschaftsbranche, ihre Verantwortung für die zukünftige Absicherung des Nahrungsmittelbedarfs und ihre regionale Verankerung dar.

Auf der Clusterkonferenz konnten 120 Teilnehmer in Berlin begrüßt werden - Vertreter von Unternehmen der Brandenburgischen Ernährungswirtschaft trafen auf Partner aus Verbänden, Wirtschaftsförderungen der Regionen und auf Clustermanager aus anderen Regionen Deutschlands.

Das Top-Thema der Konferenz nahm die Aktivitäten um regionale Lebensmittel auf und untersuchte die Rolle des Lebensmittelhandels als Katalysator wie auch Fragen zu vertikalen Kooperationen. Konkret wurde darüber diskutiert, wie der Trend nach Regionalität zu neuen oder geschlossenen regionalen Wertschöpfungsketten führen kann. Sascha Philipp vom Landgut Pretschen und Toralf Schneider vom Netzwerk Marktgenuss beantworteten die Fragestellungen aus Sicht des Unternehmers anhand ihrer Projekte. Dass der Handel hier zum Partner werden kann, zeigte Jörn Holluba vom Edeka Gayermann aus Berlin.

Dorothee Berger, Geschäftsführerin der Christine Berger GmbH & Co. KG und Sprecherin des Clusters Ernährungswirtschaft:
„Regionalität ist für den bewussten Verbraucher zunehmend ein entscheidendes Kaufkriterium. Gelingen wird uns eine nachhaltige Absicherung regionaler Lebensmittelproduktion aber nur, wenn wir eng in der Produktkette zusammenarbeiten. An der Nahtstelle Landwirt, Ernährungswirtschaft und dem Handel brauchen wir Werte und Verlässlichkeit. Nur dann kann ein breites regionales Angebot entstehen. Selbstverständlich gehört dazu auch die Diskussion über angemessene Preise für regionale Produkte. Ganz in diesem Sinne sind der Tag der Ernährungswirtschaft und die Dialogtage ein wichtiger Meilenstein auf einem langen Weg.“

Ein Höhepunkt war dabei die Verleihung des Brandenburger Innovationspreises durch den Minister für Wirtschaft und Energie, Albrecht Gerber, an die Bäckerei Vollkern aus Temnitztal / OT Rohrlack im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Die Bäckerei, die ein Preisgeld von 10.000 Euro erhielt, erzeugt frische Getreidesprossen (Getreidekeimlinge), mit denen ein Spezialbrot hergestellt wird, das kein Mehl enthält, sondern nur Getreidesprossen, Leinsaat, Sesam, Sonnenblumenkerne und Hanfsaat.

Die Vorträge der Referenten stehen als Download zur Verfügung

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